Filesharing-Verfahren: Amtsgericht Charlottenburg verurteilt Anschlussinhaber zur Zahlung in Höhe von 1.298,- €.

Mit Urteil vom 21.07.2015 (Az.: 224 C 42/15) hat das Amtsgericht Charlottenburg einen Anschlussinhaber zur Zahlung von 646,20 € Schadensersatz und 651,80 € außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten verurteilt. Die Begehung der Rechtsverstöße über den Internetanschluss des Beklagten standen nach Ansicht des Gerichts fest, nachdem das Anbieten desselben Filmwerkes innerhalb einer Woche unter zwei verschiedenen ermittelten dynamischen IP-Adressen jeweils demselben zuvor unbekannten Anschlussinhaber zugeordnet wurden. Etwaige Ermittlungsfehler konnten daher ausgeschlossen werden. Weiter führt das Gericht aus, dass der Anschlussinhaber als Täter haftet, da er keinen Sachverhalt darlegen konnte, aufgrund dessen eine dritte Person ernsthaft und nicht nur theoretisch als Täter in Betracht kommt. Der pauschale Verweis auf unbekannte Dritte reicht hierfür nicht aus.