AG Leipzig verurteilt Anschlussinhaber zur Zahlung von insgesamt 1.298,- € in einem Filesharing-Verfahren

In einem von Schulenberg & Schenk geführten Verfahren hat das AG Leipzig mit Urteil vom 16.09.2015 (Az.: 102 C 661/15) einen Anschlussinhaber zur Zahlung von 646,20 € Schadensersatz und 651,80 € Rechtsanwaltskosten verurteilt. Der Internetanschluss wurde hierbei in drei Fällen unter unterschiedlichen dynamischen IP-Adressen ermittelt, so dass die Rechtsverletzungen nach Ansicht des Gerichts über den Anschluss des Beklagten feststanden. Im Übrigen habe der Beklagte seine Täterschaft lediglich einfach bestritten. Im Rahmen der mündlichen Verhandlung konnte der Beklagte weder konkrete Angaben zur Zugriffsmöglichkeit durch etwaige Dritte noch zur Ausgestaltung seines Anschlusses machen. Ernstliche Umstände, die die Täterschaft des Beklagten in Zweifel ziehen konnten, wurden nicht vorgetragen. Sowohl der angenommene Streitwert in Höhe von 10.000,- € als auch der Schadensersatz in Höhe von 646,20 € stünden im Einklang mit der Rechtsprechung des LG Leipzig.